| HONHARDT Der Beweis ist erbracht: Die
Herkuleskeule gehört wirklich zu den besten Kabarettbühnen
der Republik. Der Kultur O.H.G. und der Gemeinde Frankenhardt ist
wieder eine runde Veranstaltung gelungen. Eine hochkarätige
Kabarettgruppe, leckere Verpflegung und ein volles Haus – was will man
mehr als Veranstalter.
Die Kabarettisten,
Brigitte Heinrich, Michael Frowin und Michael Rümmler,
fühlten sich auch sichtbar wohl in der nett dekorierten
Sandberghalle und wie es sich für ein Kabarett gehört hatten
sie auch ihre Musiker mitgebracht. Jens Wagner und Volker Fiebig
eröffneten den Abend. Danach gings flott durch die Themen die
Deutschland bewegt: die Wahlen, Steuern, Wirtschaftsflüchtlinge
und da die Rahmenhandlung auf einer Wohltätigkeitsparty spielt,
kam auch der „Scheiß Kapitalismus“ und die Kluft zwischen arm und
reich nicht zu kurz. Viel Freude hatten die anwesenden Lehrer sicher
auch an den Bemerkungen zur PISA Studie. Das schlechte Abschneiden sei
kein Wunder. „Nur noch saufen und rauchen – und bei den Schülern
siehts nicht besser aus“. Humor, bei dem einem doch manchmal das Lachen
im Halse stecken bleibt. Nach der Pause, bei der richtiges
„Wohltätigkeitspartyfeeling“ aufkam, wurden wir vom „Ordnungsamt“
über das Zusammenleben des „Ostasiatischen Lappenrüsslers“
mit der „Dörrobstmotte“ informiert und waren sofort mitten in der
„Ausländer“ Thematik. Ein Höhepunkt war sicher Brigitte
Heinrich als eingeschleuste Putzfrau aus „Niznenowgorod“, die neben dem
Putzen noch Telefonsex machte.
Auch der schönste Abend geht zu Ende, das Programm war
„Abgegessen“ und die Kabarettisten hatte deutlich gemacht, wo die Keule
hängt: Nur Comedy und Klamauk sind zuwenig, gute und intelligente
Inhalte sind wichtigster Bestandteil eines anspruchsvollen Programms.
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