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Dixie und Swing in der
Frankenhalle
Freitagabend
war Jazztime in Gründelhardt. Auf Einladung der
Kultur O.H.G. spielte die "Feetwarmers Jazzband" aus Heilbronn und
begeisterten die gut 90 Jazzfans.
Nach Begrüßung und Gratulation zum
40sten Bühnenjubiläum durch Kurt Kochendörfer luden die
sieben Feetwarmers zu einer musikalischen Reise durch Amerika ein. Eine
"Sentimental Journey", die in New Orleans begann und bis in den Norden
nach Chicago führte. Schon nach kurzer Zeit sprang der Funke
über und keiner der Besucher konnte seine Füße mehr
still halten. Die Instrumentalisten, jeder ein Könner auf seinem
Gebiet, swingten von Solo zu Solo und Klarinettist Helmut Hamberger
(auch Saxophon) überzeugte auch noch mit gesanglichen
Qualitäten. Zwischen den Titeln moderierte "Abu" Schäfer
(Tenorbanjo und -gitarre) und dabei kamen schwindelerregende
Übergänge zustande: Da für´s "Drei Flüsse
Medley" einer fehlte, wurde kurzerhand die "Gründel" erfunden und
der Titel konnte gespielt werden. Mississippi und Neckar waren nicht
beleidigt! Bei "Old man river" hatte "J.C." Resech auf seiner Posaune
lange Wege zurückzulegen, aber die Pause war nahe.
Danach,
gestärkt durch "Fränkische (Dixie) Zipfel", kam in
der abgedunkelter Halle richtiges "Kellerfeeling" auf. "Undicided",
"Bourbon Street Parade", das unvergessliche "Georgia"; der Arrangeur
und musikalische Kopf der Gruppe "Flips" Phillipp (Saxophon) hatte
schöne Jazzstandards zusammengestellt. Als Gründungsmitglied
ist er 40 Jahre bei den Feetwarmers. Das der Mann am Kontrabass, "Dr.
Jazz" Christian Brinkschmidt, seit seinem zweiten Lebensjahr in der
Band spielt, hab ich dann doch nicht geglaubt. Doch so wie er spielt,
ist er schon lang mit dem Jazzvirus infiziert! Ebenso Anton Jillich
(Trompete): Der ist außerdem noch in bedeutenden
Unterhaltungsbands, Big-Bands und Radioorchestern zu hören, wo er
mit seinen Soli das Publikum begeistert. Vor der zweiten Pause, bei
Duke Ellingtons "Moon Indigo" überzeugte Joe Kukula mit einem
Schlagzeugsolo die letzten Zweifler: Diese Band gehört zur
Spitzenklasse und es war schade, dass diesen musikalischen Genuss nicht
noch mehr Leute miterleben durften. Tja, das Leben ist voller
verpasster Gelegenheiten....
Nach über drei Stunden und einem
verjazzten "Happy Birthday" für die anwesenden Geburtstagskinder,
gab´s noch als Zugabe den bezeichnenden Titel "Home" und ein
schöner Abend ging langsam zu Ende - mit Jazz aus der Konserve!
Echte Fans kriegen halt nie genug!
Peter Noack
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