KONZERT
/ In Honhardter Halle
Allererste Sahne
Salonorchester gab ein gefälliges Konzert
In jedem Fall gut gewählt hatten die Konzertbesucher
einer Veranstaltung
der Kultur O.H.G. Frankenhardt. Das Salonorchester „Crème de
Cologne“
unter Leitung von Julia Gräber war wirklich erste Sahne. Das
Orchester
spielt, in Besetzungen vom Quintett bis zur Bigband, mit klassischen
Instrumenten
Musik, die man im weitesten Sinne zum Entertainment zählen kann.
In
der Sandberghalle in Honhardt traten die Musiker als Quintett auf.
VON PETER NOACK
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HONHARDT
„...wünschen wir einen schönen Abend mit „Crème de
Cologne“!
Nach der Einführung des Vorsitzenden der Kultur O.H.G., Kurt
Kochendörfer,
wurde das Mikrofon beiseite gelegt und es ging ganz ohne Technik
weiter.
Die Kölner hatten ein Programm zusammengestellt, das quer durch
die
Jahrhunderte in Europa führte. Eine gelungene Mischung, von Barock
über Klassik und Romantik bis hin zu Operetten und Schlagern des
20.
Jahrhunderts. Auszüge aus 300 Jahren Musik, mit Klängen von
Johann
Strauß, Lehár, Kálmán, Vivaldi, Offenbach
...
flott und mit geschickten Arrangements
professionell
dargeboten.
Löste der Blick ins Programm bei manchem noch
Stirnrunzeln aus,
so gab es bei der Musik dann ein „akustisches déjà vu“
Erlebnis.
Das Präludium aus dem Te Deum von Marc-Antoine
Charpentier
(1636 –1704) kennt man dann doch eher als „Eurovisionsmelodie“ im
Fernsehen.
Julia Gräber führte das Publikum gekonnt durch das
Programm
und gab kurze Erläuterungen zu den einzelnen Stücken. Nach
dem,
zum Regenwetter hervorragend passenden, Largo aus den Vier
Jahreszeiten
von Vivaldi, wurde der Winter musikalisch beendet und es ging feurig
und
flott weiter mit dem „Ungarischen Tanz Nr.5“ von Brahms.
So reihte sich eine bekannte Melodie an die andere und die
vier Musikerinnen
mit männlicher Unterstützung am Kontrabass begeisterten das
Publikum
in der Sandberghalle durch ihr technisch gekonntes und harmonisches
Zusammenspiel.
Erstaunlich gut war auch die Akustik in der Halle, da die Musiker auch
bei der Ansage ganz ohne die heute so beliebte Elektronik
auskamen.

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Die Pause bot dann Gelegenheit, dem mit soviel
geistiger
Nahrung gesättigten Körper die nötigen Kalorien für
die 2. Hälfte zuzuführen. Die Musikerinnen hatten sich
umgezogen
und im neuen Gewande spielten sie den bekannten Walzer „Gold und
Silber“
von Lehár. Auch der „Kölner Komponist“ Jaques Offenbach,
der
leider, so die Ansage „zu früh nach Paris gezogen ist“, durfte
nicht
fehlen. Bemerkenswert war noch die „Pizzicato Polka“ von Johann
Strauß,
bei der die vier Streichinstrumente
nur gezupft wurden. Als Zugabe gab´s dann noch Gesang mit
Klavierbegleitung
und einen Charleston (ja, diesen Tanz aus den 30er Jahren) für
zwei
Violinen, Cello, Kontrabass und Konzertflügel! Das Salonorchester
„Crème de Cologne“ bot an diesem Abend klassisches Können
und
gute Unterhaltung und wurde zurecht von den Konzertbesuchern mit lang
anhaltendem
Beifall verabschiedet.
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