Oberspeltach Die
Band aus dem Kochertal
waren gut gelaunt, und die Erwartungen der Zuschauer wurden nicht
enttäuscht: starke Musik, trockener Humor und deftiges Essen –
eine Veranstaltung im Hof der Burgberghalle, bei der wirklich alles
gepasst hat.
Seit 1995 sind die fünf Musiker als „Annâweech“ in
sämtlichen Hohenloher Tälern bekannt. Nach Oberspeltach zu
finden, war allerdings nicht einfach, wie Frontmann und Sänger
Molle öfters betonte. Aber sie hatten das Speltachtal
pünktlich gefunden und sich gewundert, dass sich mitten in der
Woche doch so viele Leute versammelt haben. Deftiges Vesper mit
Käse oder Hausmacherwurst, Saure Zipfel , ein
„Krügle Mouschd“ - und das Konzert konnte beginnen.
„Ess-Kultur der anderen Art“ und Musik zusammen zu bringen ist gar
nicht so abwegig.
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Hohenloher Schlitzohr im Einsatz
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In den Texten von „Annâweech“ geht
es oft ums Essen. Der „Werdschafts Blues“ ist zum Beispiel ein Abgesang
an Wirtschaften, wo´s früher „a deftigs Veschber“ gab und wo
man heut türkisch, griechisch oder chinesisch essen kann. Bei „Mei
Gosch duat weh“ ist das „Veschber“ die Ursache für einen
Zahnarztbesuch, die Texte sind also mitten aus dem (hohenlohischen)
Leben gegriffen und werden mit ausdruckstarken Worten dem Zuhörer
vermittelt. In „Waasch ebbes“ geht´s um Klatsch und Tratsch, mal
kein speziell hohenloher Thema. |
Das „Hohaloher Land“ ist wohl schon eine Art „Nationalhymne“
geworden, jedenfalls schien der Text bestens bekannt.
Die Expedition durch Hohenlohe machte auch vor der
Schöpfungsgeschichte nicht halt, aber der Titel „Herrgottnochamol“
verrät schon, dass es auch da nicht ganz ernst zugeht. Alles wurde
ausführlich besprochen, doch manchmal wurde die Musik auch
plötzlich unterbrochen, weil Molle oder Boutsch „no ebbes zu
sooche hatten“. Nach drei Stunden sollte eine Coverversion von „Long as
I can see the light“ das Konzert eigentlich beenden, aber das Publikum
forderte und bekam noch ein paar Zugaben.
Übrigens „Annâweech“ spielt am 28. Juli in
Crailsheim beim Saumarktfest.

Annaweech von links nach rechts:
Rolf Schneider (Frett), Frank Winkler (Molle), Peter Botsch (Boudsch),
Claus Rumm, Volker Gässler (Gassi)
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